Kooperation und Forschung

Hintergrundgeschichte

Die feelSpace GmbH hat ihre Wurzeln in der Forschung an der Universität Osnabrück. 2005 wurde von Prof. Peter König vom Studiengang Kognitionswissenschaften das gleichnamige Projekt ins Leben gerufen. Das Ziel des Projektes war der Frage nachzugehen, ob der Mensch einen neuen Sinn erlernen kann. Es entstand der Kompassgürtel als Mittel der Wahl zur Übermittlung der Information, wo sich der magnetische Norden befindet.

Bei den Studien rund um den „Nordsinn" stellte sich heraus, dass das Vibrationssignal des Gürtels für die Nutzer sehr intuitiv wahrgenommen wurde. Außerdem erwies sich der Gürtel für die blinden Studienteilnehmer als eine wertvolle Unterstützung bei der Orientierung im Alltag.

Die Gründerinnen der feelSpace GmbH haben an der Forschung mit dem Kompassgürtel mitgewirkt und den Mehrwert erkannt. 2015 wurde die feelSpace GmbH von uns, Silke Kärcher, Susan Wache und Jessika Schwandt, als Spin-Off ins Leben gerufen.

Das feelSpace Team, v.l. Julia Wache, Susan Wache, Silke Kärcher, David Meignan, Jessika Schwandt

Wir sind kooperativ

Uns ist es weiterhin ein großes Anliegen, Forschung zu betreiben und zu unterstützen. Der naviGürtel kommt bereits in vielen Forschungseinrichtungen erfolgreich zum Einsatz, u.a. in den Bereichen Sensory Augmentation und Virtual Reality. Wir forschen in einigen Kooperationsprojekten, betreuen selbst Studierende bei Abschlussarbeiten und Praktika und machen besondere Angebote für wissenschaftliche Institutionen, die mit dem naviGürtel forschen möchten, z.B. erhalten Sie eine umfassende API und Unterstützung bei der Anbindung des naviGürtels an Ihr individuelles Forschungsprojekt.

Schauen Sie sich gerne unsere APIs und das Fact-Sheet zum naviGürtel an.

Unsere bisherigen Projekte

EU (EFRE/ESF) gefördertes Innovationsprojekts „EasyBelt: Weiterentwicklung des naviGürtels® für effizientere Produktion"

Im Rahmen dieses Projektes streben wir an, eine Produktvariante zu entwickeln, die bei vergleichbarem Funktionsumfang in der Produktion weniger zeitintensiv und kostenaufwändig ist. Bisher produzieren wir viel von Hand, und obwohl das auch Spaß macht, wird es inzwischen, bei wachsender Stückzahl, auch manchmal schwierig. Durch diese Weiterentwicklung können mehr Menschen mit dem naviGürtel versorgt werden und weitere Bereiche für die Anwendung erschlossen werden.

EU-Logo

ID3AS, Projekt "Konzipierung eines smarten digitalen Assistenten mit taktilem Interface für Senioren"
Koopertaionspartner: u.a. Hochschule Osnabrück. Projekt abgeschlossen

In diesem Projekt haben wir taktile Signalgebung im Kontext für altersgerechte Technologien untersucht. Unter anderem haben wir ein Designkonzept für einen digitalen Assistenten für Senioren entwickelt. In Zukunft könnte ein solcher digitaler Assistent mittels künstlicher Intelligenz und Machine Learning älteren Menschen im Alltag helfen. Per Display, Lautsprecher und vor allem auch mithilfe taktiler Reize werden wichtige Informationen ausgegeben. Senioren können sich so auch unterwegs unabhängig und selbstbestimmt zurechtfinden. Dafür haben wir eine Schnittstelle zwischen dem Gürtel und einer Smartwatch implementiert und Senioren zu ihren Bedürfnissen befragt.

NBank, Projekt "Routing App für fühlbares Navigationsgerät für Blinde"
Kein Kooperationspartner, Projekt abgeschlossen

In diesem Projekt haben wir einen Herzenswunsch unserer blinden Kunden umgesetzt: Wir haben eine Routing-App für den naviGürtel entwickelt. Mit Hilfe dieser App ist es jetzt barrierefrei möglich, per Smartphone ein Ziel einzugeben und sich durch fühlbare Signale um den Bauch dorthin bringen zu lassen. Neben der Luftlinienanzeige und dem Kompassmodus ist dies eine wichtige Voraussetzung, um blinden und sehbehinderten Menschen eine selbstbestimmte, unabhängige Teilhabe am Gesellschaftsleben zu ermöglichen, da z.B. Reisen in unbekannte Städte stark erleichtert werden.

Projekt: "Tactile Learning"
Kooperationspartner: Uni Osnabrück

In diesem Projekt haben wir grundlegend überprüft, ob taktile Reize auch im Rahmen von E-Learning eingesetzt werden können. Beim Lernen versucht unser Gehirn, so viele Informationen wie möglich aufzunehmen und zu speichern. Werden Lehrinhalte multimodal dargeboten - also zum Beispiel gleichzeitig Informationen über Augen und Ohren aufgenommen - können wir schneller lernen und verstehen. Wir haben überprüft, ob sich der multimodale Lernerfolg durch Vibrationsreize noch verstärkt. Ergebnis bisher: Es kommt darauf an, was man wie präsentiert.

Projekt: "Evaluating the feelSpace belt in everyday application"
Kooperationspartner: Uni Osnabrück

In diesem Projekt haben drei Bachelorstudentinnen der Universität Osnabrück in einer Studie die Effekte des naviGürtels auf den Alltag blinder Menschen überprüft. Dafür haben blinde Studienteilnehmer:innen einen naviGürtel für sieben Wochen getragen. Die Teilnehmer:innen wurden regelmäßig zu ihren Erfahrungen und ihrer Einschätzung zum naviGürtel befragt. Einige Teilnehmer:innen haben außerdem noch bei behavioralen Experimenten mitgemacht, z.B. wurde gemessen, ob sie mit oder ohne naviGürtel längere Strecken geradeaus gehen können. Das Ergebnis: Die Teilnehmer:innen haben sich mit dem naviGürtel unterwegs sehr viel sicherer gefühlt als ohne Gürtel. Typische Verkehrssituationen wie z.B. belebte Straßen, freie Plätze oder vielbefahrene Kreuzungen erschienen mit Gürtel viel weniger bedrohlich.

ZIM, Projekt "RivTex - Verbesserung der dehnbaren Hülle des naviGürtels"
Kooperationspartner: Deutsches Institut für Textil und Faserforschung, AMOHR GmbH

In diesem Projekt arbeiten wir an einer verbesserten Produktionsweise für die textilen Teile unseres naviGürtels. Der naviGürtel ist so designt, dass er optisch, qualitativ und funktionell höchsten Ansprüchen genügen soll. Damit das auch in Zukunft so bleibt, investieren wir in diesem Projekt in die Verbesserung der Hüllenherstellung.

fastGait, Projekt "taktile Gehhilfe für Parkinsonpatienten"
Kooperationspartner: Kliniken Schmieder Konstanz, IHP Dresden, Inshoerance GmbH

In diesem Projekt geht es um taktile Reize für Parkinsonpatienten. Parkinsonpatienten leiden unter dem sogenannten „Freezing of Gait", das bedeutet, dass sie manchmal mitten in der Bewegung erstarren und dann z.B. einen angefangenen Schritt nicht zu Ende führen können. Manchmal stürzen die Betroffenen dann. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass vibrotaktile Reize ein solches „Freezing" mitten in der Bewegung auflösen können. Wir arbeiten daran, eine entsprechende taktile Anwendung zu entwickeln. Dafür sind vorab viele Tests notwendig, damit wir unseren Kunden am Ende ein wirksames, sicheres Produkt liefern können.

OptiVist, Projekt "tactile guidance of grasp"
Kooperationspartner: u.A. Universität Osnabrück, andere siehe Projektseite

In diesem Projekt geht es um die Zukunft: In näherer Zukunft sollen autonome Autos auf die Straße kommen. Mit den Techniken, die nötig sind, damit Autos ohne Fahrer „selbst" fahren können, kann man auch viel für blinde Menschen bewegen. Im ersten Schritt wollen wir in einer Mischung aus Machine Learning, Object Recognition und taktilem Display blinden Menschen das Einkaufen erleichtern.